Fia-faia

Rafael López-Monné

Orte: Bagà und Sant Julià de Cerdanyola (Berguedà)

Zeit: Abend des 24. Dezember

  • Rafael López-Monné
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Dieses Fest, das am Abend des 24. Dezember in den Orten Bagà und Sant Julià de Cerdanyola gefeiert wird, besteht aus dem Abbrennen von Faies genannten Fackeln.

Offensichtlich geht es bei diesem Fest vorchristlichen Ursprungs darum, dem Schwinden der Tage zur Wintersonnenwende mit einem rituellen Gebet Einhalt zu gebieten.

Zu Beginn des Festes wird auf einem Berg Richtung Sonnenuntergang ein kleines Feuer entfacht, mit dem Fackeln entzündet werden. Diese werden brennend zum Dorfplatz gebracht, wo die restlichen Teilnehmer mit Fackeln warten und das Feuer entgegennehmen.

Während die Fackeln abbrennen, läuten die Kirchenglocken und die Anwesenden singen ein Lied, das auf die brennenden Fackeln und die Geburt des Christkinds verweist: „Fia-faia, fia-faia, que Nostre Senyor ha nascut a la paia.“ Nach dem Abbrennen der Fackeln werden die Reste in die Mitte des Platzes geworfen und die Besucher springen darüber hinweg. In jüngerer Zeit wird zum Fest auch Musik gespielt.